Digitaler Werkzeugkasten

Mein digitaler Werkzeugkasten hat sich in den letzten Wochen um einige Tools erweitert, nachdem wir im Rahmen der Vorlesung “Social Media” an der Hochschule Niederrhein über eben diesen gesprochen haben. Einige fragen sich jetzt vielleicht:

Digitaler Werkzeugkasten? Was’n das?

Mit digitalen Werkzeugkasten meine ich alle Webseiten, Dienste und auch Apps, die einem das digitale Leben und die Arbeit im digitalen Alltag erleichtern. Welche Tools und Dienste das sind und wie häufig man sie nutzt, hängt natürlich hauptsächlich von seinem Umfeld ab. Ein Student nutzt andere Tools, als ein Manager oder Sachbearbeiter. Als Student und Softwareenwickler möchte euch im Folgenden meinen digitalen Werkzeugkasten vorstellen. Einige der Tools nutze ich täglich, andere seltener und manche habe ich selbst auch erst im Rahmen der Social Media Vorlesung kennengelernt.

Bevor ich nun die einzelnen Dienste kurz vorstelle, möchte ich euren Blick einmal genauer auf das Titelbild dieses Beitrages lenken. Hierbei handelt es sich um das für Deutschland angepasste Social-Media-Prisma von ethority, welches einen Überblick über die wichtigsten Social-Media Dienste gibt. Wenn ihr auf der Suche nach etwas speziellem seid, lohnt ein Blick auf die entsprechende Kategorie garantiert! 

Doch nun zu meinem digitalen Werkzeugkasten. Die Standardseiten, wie Facebook, Twitter und Xing lasse ich mal außen vor.

 

bubblusMindmeister.de / bubbl.us

Beschreibung:

Beide Dienste dienen dem Erstellen von Mind-Maps, beide Dienste unterstützen das kollaborative Arbeiten und beide Dienste machen optisch was her. Mindmeister hat aber einen klaren Vorteil, es gibt Apps für iPhone, iPad und Android. Wer mobil arbeitet, wird das zu schätzen wissen. Bubbls.us punktet meiner Meinung nach aber mit einem besseren Design. Wer auf das mobile Bearbeiten verzichten kann, sollte sich bubbl.us genauer angucken.

Einschätzung:

Ich nutze bubbl.us mittlerweile sehr häufig, ob alleine bei der Planung von Hausarbeiten oder im Team bei der Ideensammlung für eine neue Software. Der große Vorteil gegenüber einer einfachen Liste ist es, dass sich die Ideen durch die Baumstruktur der Mindmap auch gleich strukturieren lassen. In dem Bild oben seht ihr z.B. eine strukturierte Ideensammlung, die ich mit zwei Kommilitonen für ein Uni-Projekt erstellt habe.

 

Pixlr

Beschreibung:

Ihr müsst ein Bild bearbeiten, aber habt im Moment kein Bildbearbeitungsprogramm auf eurem PC? Oder ihr sitzt an einem PC der Uni, der zwar SAP drauf hat, aber nichts besseres als Paint zu bieten hat? Dann werft mal einen Blick auf PixlrPixlr, genauer den Pixlr-Editor. Ich habe bis jetzt noch nichts gehabt, dass das Programm nicht konnte.

Einschätzung:

Erstaunlich, was Webapps heutzutage schon leisten können, Pixlr ist für mich auf jeden Fall eine Alternative bzw. im Zweifelsfall die erste Anlaufstelle, wenn ich ein Bild bearbeiten muss.

 

OnPaste

Beschreibung:

OnPaste ist für mich das Fundstück der gesamten Vorlesung. Ich glaube der Dienst wurde gar nicht direkt vorgestellt, ich OnPastebin über einen Umweg darauf gestoßen. Mit diesem Dienst lässt sich in Handumdrehen ein Screenshot eures Bildschirmes erstellen, bearbeiten und mit anderen teilen – und zwar ohne Umweg über euren Rechner. Das Ganze läuft in ein paar einfachen Schritten ab. Ihr erstellt per Shortcut (Druck-Taste in Windows, CTRL + SHIFT + COMMAND + 3 beim Mac) einen Screenshot und fügt ihn auf der Webseite einfach per STRG-V / CMD-V ein. Anschließend könnt ihr das Bild noch bearbeiten (z.B. zuschneiden, Stellen hervorheben, etc.) und auf dem Computer oder eurem Dropbox Account speichern. Zum Teilen ist die schnellste Möglichkeit ein Klick auf das I, dass eurer Bild direkt bei einem Image-Hoster hochlädt und ihr direkt einen Link zum Bild bekommt.

Einschätzung:

Für einen schnellen Screenshot, den ich jemand im Internet zeigen möchte, nutze ich nur noch OnPaste. Einfach und schnell.

 

 

Pastebin

Beschreibung:

Habt ihr auch schonmal versucht, einen formatierten Text (Log-Eintrag, Quelltextauschnitt oder einen Chat-Verlauf) per Facebook an jemanden zu versenden? Kurz gesagt, es ist unmöglich dabei die Formatierung beizubehalten. Für solche Sachen nutze ich mittlerweile nur noch pastebn. Im Linux-Umfeld ist pastebin fast jedem ein Begriff. Über die Webseite pastebin.com kann man formatierte Texte per Link teilen. Ihr kopiert einfach den Text in das Feld, wählt optional noch aus, um was für einen Text es sich handelt (so wird Quelltext z.B. mit Syntaxhighlighting versehen) , wie lange der Link gültig bleiben soll und klickt auf ‘Submit’. Über den Link, den ihr dann bekommt, kann jeder sich den Text anzeigen lassen und er wird so aussehen, wie ihr es wollt.

 

JSFiddle / Codepen / CSSDeck

Beschreibung:

Pastebin ist zum schnellen Teilen von Quelltextschnipsel sehr gut geeignet, die Formatierung bleibt erhalten und man kann sprachspezifische Syntaxeinstellungen vornehmen. Sobald es sich bei dem Quelltext aber um HTML, Javascript oder CSS handelt, geht es auch noch eine Nummer cooler: Mit den oben genannten Diensten könnt ihr quasi On-The-Fly Quelltext für komplette Webseiten teilen. Ihr könnt HTML, Javascript und CSS Code in die jeweiligen Felder schreiben und euch das Ergebnis sogar direkt anzeigen lassen.

Einschätzung:

Im Leben eines Webentwicklers sind diese Dienste unverzichtbar. Man kann jemandem direkt ein funktionierendes Beispiel schicken, was ich besonders bei der Problemsuche im Internet nicht mehr missen möchte (z.B. wenn man in einem Forum nachfragt, warum diese eine CSS-Klasse einfach nicht funktioniert).

 

Balsamiqproto.io

Beschreibung:

Bei den Diensten handelt es sich um Design-Mockup Tools. Je nachdem, welches Tool ihr nutzt, könnt ihr von abstrakt bis fast echt Design-Vorlagen erstellen. Abstrakte Designs (wie die von Balsamiq) eigenen sich besonders dafür, wenn ihr jemanden das Grundkonzept eures Designs zeigen möchte. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Buttons eckig oder rund sind und welche Farben im Design vorkommen, es geht um das Kernkonzept des Designs. Wählt ihr einen Dienst, bei dem ihr einen höheren Detailgrad einstellen und z.B. eigene Bilder wählen könnt, ist es möglich, 1:1 Designs zu erstellen, die absolut echt aussehen und das Endprodukt zeigen (z.B. dieses Mobile Beispiel).

Einschätzung:

Ich bin durch ein Beispiel in der Vorlesung auf diese Art von Diensten aufmerksam geworden und bis jetzt noch nicht in der Situation gewesen, einen solchen Dienst nutzen zu müssen. Besonders die abstrakte Form eines solchen Mockups, also losgelöst von spezifischen Design, finde ich sehr interessant. Da ich mit den Diensten selber noch nicht gearbeitet habe, kann ich keine Empfehlung aussprechen. Über Google finden sich aber auch Empfehlungen von anderen Blogs, z.B. hier oder hier.

 

Thinglink

Beschreibung:

Mit Thinglink könnt ihr so genannte “rich images” erstellen, also Bilder, die nicht einfach nur Bilder sind. Ihr ladet dafür einfach ein Bild hoch und könnt dann an beliebigen Stellen im Bild Tags erstellen und dort Beschreibungen, Videos, Soundclips, Link und vieles mehr einfügen. So kann man z.B. bei Bandfotos direkt Soundsamples hinterlegen oder einen Link zur Facebookseite / Youtube Channel / etc. einbauen. Oder die EXIF Daten von einem schönen Makrobild hinterlegen.
Schaut einfach mal auf Thinglink selber nach, um einen Eindruck von den Möglichkeiten zu bekommen.

 

Slideshare

Beschreibung:

Slideshare ist die größte Präsentationscommunity und der de-facto Standard wenn es um Präsentationen im Internet geht. Hier findet ihr zu fast jedem Thema Präsentationen oder Infografiken. Ihr könnt eure Präsentationen dort hochladen und teilen. Viel mehr gibt es dazu nicht zu schreiben, einfach ausprobieren!

 

Jamendo

Beschreibung:

Auch wenn ich Jamendo selber noch nicht genutzt habe, wurde uns dieser Dienst in der Vorlesung kurz vorgestellt. Hier findet ihr kostenlose Musik, mit denen ihr Videos oder Präsentationen untermalen könnt.

 

Prezi

Beschreibung:

Für viele sind Prezis die neue Form der herkömmlichen Präsentationen. Hier findet ihr z.B. eine Prezi, die ich als Teil einer Prüfung in der Vorlesung Social Media erstellt habe.

Je nachdem, wie euer Thema und das Publikum aussieht, kann eine Prezi wirklich eine moderne und frische Alternative zu einer herkömmlichen Präsentation sein. Es kostet etwas Zeit, sich in die Möglichkeiten einzuarbeiten, die Ergebnisse können sich dann aber auch sehen lassen. Schaut einfach mal auf Prezi.com um, um die Möglichkeiten kennenzulernen.

 

Was nutzt ihr für Dienste? Habe ich einen wichtigen vergessen?

Mirco Kriesten

ist Mitte 20, studiert Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Niederrhein und arbeitet nebenbei als Softwareentwickler und Berater. Neben der Programmierung und aktuellen IT-Themen, befasst er sich mit Fotografie und Musik.

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