Social Media in der Hochschule

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Mittlerweile studiere ich im 5. Semester Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Eines der Module dieses Semester ist “Social Media” bei Prof. Dr. Karla. Als Prüfung in diesem Modul sollen wir ein Kursbuch schreiben, quasi eine Art “Hausarbeit”. Welche Form dieses Kursbuch hat, spielt keine Rolle. Es kann eine Präsentation, ein Blog, ein Webcast oder sogar ein Spiel sein. Die Hauptsache ist, dass wir unsere Erwartungen, Erfahrungen und die Dinge, die wir gelernt haben, dort festhalten. Das klingt natürlich am Anfang super, gestaltet sicher aber doch etwas schwerer, als gedacht ;). Welche Erwartungen hat man an ein Fach, dass sich “Social Media” schimpft? Der erste Gedanke war natürlich sofort “Facebook”. Doch kann ein ganzes Modul an einer Hochschule schlecht nur von Facebook handeln. Und welche Form soll das Kursbuch haben? Dieser Blog wird ein Teil meines Kursbuches sein, in diesem ersten Post möchte ich euch etwas über die Vorlesung, meinen Erwartungen und Erfahrungen berichten.

Über 24 Vorlesungen habe ich bereits besucht und doch saß ich noch in keiner, bei der ich vorab so viel über ein Thema wusste und mich damit beschäftigt habe, aber so wenig Vorstellungen hatte, was mich in der Vorlesung wirklich erwartet. Natürlich werden Facebook bzw. soziale Netzwerke auch ein Thema sein, doch das kann ja nicht alles sein, oder? Überlegt man etwas länger, fallen einem noch Blogs ein oder Communityseiten, wie das Produktbewertungsportal ciao.de…ach und Youtube und Wikipedia…Fast jeder nutzt diese Dienste privat, doch wie passen sie in eine 5. Semester Vorlesung an einer Hochschule im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften?

Genau an diesem Punkt wurde die Vorlesung dann nämlich interessant. Ein Thema, mit dem man sich schon so viel (oberflächig durch private Nutzung) auseinandergesetzt hat, mal von einem wissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Standpunkt aus zu betrachten. Im ersten Teil der Vorlesung ging es noch um die etwas “trockeneren” Dinge wie: Was sind Medien? Welche Arten von Medien gibt es? Welche Medienmärkte gibt es und wie sieht ein medialer Wertschöpfungsprozess aus? Vieles davon kannte man schon, aber eben nicht alles und so detailliert. Aus dem Grund war dieser Teil auch keinesfalls langweilig.

Wirklich interessant wurde dann der zweite Teil. Soziale Netzwerke im privaten Umfeld sind hinreichend bekannt, Facebook, Xing, Twitter, Flickr und Co. sei dank. Doch auch im betrieblichen Umfeld erfreuen sich soziale Netzwerke immer größerer Beliebtheit. Mitarbeiter können sich beispielsweise auf Plattformen im Intranet darstellen und detailliert Ihre Fähigkeiten und Projekterfahrungen auflisten. Teamleiter oder Projektmanager haben so stets einen aktuellen Überblick über die Mitarbeiter und können sich ihre Teams direkt am PC “zusammenstellen”. Unter dem Stichpunkt Enterprise 2.0 fallen noch viel mehr Aspekte von Unternehmen im Bereich Social Media, die versuchen den Kunden über das Internet mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Sei es um direktes Feedback von Kunden einzuholen (C&A Brasilien), als Image- oder Informationskanal (Facebookseiten oder Blogs von Unternehmen), dem Kunden einen direkteren und “intimeren” Support-Kanal anzubieten (Telekom HilftDeutsche Bahn auf Twitter) oder – ganz im Sinne des Web 2.0 als ‘Mit-Mach-Internet’- den Kunden am Wertschöpfungsprozess direkt teilnehmen zu lassen (Stichwort: Mass Customization wie bei Nike).

Wir haben aber nicht nur theoretisch über diese Sachen gesprochen, sondern auch praktisch damit gearbeitet. In Zwei-Mann Gruppen wurden WordPress, Contao (CMS, definitiv ein Blick wert!), MediaWiki und OXID E-Shop vorgestellt. Besonders WordPress ist vielen bekannt und der De-Facto Standard für Blogs. Viele schimpfen ja darüber, dass jeder Hennes mittlerweile bloggt, doch was findet man neben Foren Threads meistens, wenn man ein Problem hat und danach googlet?  Genau, einen Blogbeitrag. Oft genug ist mir aber auch schon folgendes passiert: Ich habe nach dem Problem gesucht (egal ob Programmierung, Fotografie oder sonstiges), X-Beiträge in Blogs oder Foren gelesen, aber einfach nicht DIE passende Lösung gefunden. Dann habe ich mich selber hingesetzt, das Problem gelöst und….nicht gebloggt…kein Foreneintrag geschrieben, ich habe die nächste arme Sau einfach demselben Schicksal überlassen. Also warum nicht die interessanten Dinge, die auch anderen helfen könnten, im Internet bloggen? 

Neben dem Beitrag zum Kursbuch, ist dies die zweite Motivation, aus der heraus dieser Blog entstand. Die kommenden 1-2 Posts werden sich noch auf die Vorlesung beziehen bzw. für das Kursbuch sein. So wird es noch einen Artikel über meinen “digitalen Werkzeugkasten” geben. Danach werde ich aber weiter bloggen, über alles Interessante und Hilfreiche. Thematisch wird es dabei hauptsächlich um IT-Themen gehen, besonders um die Entwicklung, mit der ich momentan die meiste Zeit verbringe. Aber auch aus dem Bereich der Fotografie habe ich schon ein paar Ideen, auf die ihr euch freuen könnt. Ich hoffe, dass es so bald ein paar weniger Leute gibt, die keine Antworten auf ihre Probleme im Internet finden. Zumindest gibt es einen mehr, der bloggt ;-).

Bildquellen (klicken zum Anzeigen):

  • Social Media Tagcloud: Sofiaperesoa | CC BY-SA

Mirco Kriesten

ist Mitte 20, studiert Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Niederrhein und arbeitet nebenbei als Softwareentwickler und Berater. Neben der Programmierung und aktuellen IT-Themen, befasst er sich mit Fotografie und Musik.

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5 Responses

  1. von dem Mail-Problem sind wohl alle studentischen Accounts betroffen…

  2. Hallo Herr Kriesten,
    prima, habe den Blog gefunden (ja, ich werde bis an mein Lebensende “der Blog” sagen ;-) ).
    Ich hatte Ihnen die letzten Tage schon per E-Mail geantwortet, aber leider hat mir der Exchange-Server immer einen Fehler zurückgemeldet. Dann halt hier über die neuen Medien: “Presse-Grosso”. Aber das haben Sie ja schon längst herausgefunden :-)
    Idee: Sie könnten ja auch etwas fotografisches zum Thema Social Media in Ihr Kursbuch beisteuern… Fände ich toll.
    Herzliche Grüße
    Jürgen Karla

    • Hallo Herr Karla,

      kein Problem, für mich ist es auch “der Blog” ;). Zum Thema Kursbuch: 1-2 Beiträge hatte ich schon geplant, die in Richtung Fotos / deren Nutzung (Privatsphäre / Datenschutz) gehen. Aber ich denke, Sie meinen etwas praktisches…hm, versuche mir da mal etwas einfallen zu lassen ;).

      Viele Grüße und frohes Fest!
      Mirco Kriesten

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        Final-recipient: RFC822; Ihre Adresse
        Action: delayed
        Status: 5.4.0
        Remote-MTA: dns; gwia02n.pmx.Studentenserver
        X-Supplementary-Info:

        Ich wollte mit obigem nur zum Ausdruck bringen, das ich selbst auch gerne fotografiere (wenn auch nicht genügend Zeit dafür vorhanden ist. Das war jetzt keine Vorgabe für Ihr Kursbuch :-)

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